Übersicht der japanischen Eisenbahn-Geschichte Teil 2

Class EF58 Elektro-Lok

Im August 1954 (Showa 20 ) wenige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges begab sich die japanische Bevölkerung auf eine neue Reise. Aufgrund der vielen Verluste von Rollmaterial durch die Bombardements der alliierten Streitkräfte begann die japanische Bahnindustrie mit der Massenproduktion der Klasse Moha 63, welche noch in den Kriegeswirren und den Nachkriegsjahren entworfen worden war.




Im Jahr 1956 (Showa 31), nachdem die Wunden des Krieges langsam geheilt waren, wurde die Elektrifizierung der gesamten Tokaido Hauptline abgeschlossen. Die treibenden Kräfte für die Tokaido Hauptline zu diesem Zeitpunkt waren die Passagier limited Express Züge „Tsubame" und „Hato". Diese wurden von der Klasse EF58 Elektro-Lok, welche nach dem Krieg in Massenproduktion hergestellt wurde, gezogen. Die Klasse EF58 blieb, aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, lange im Dienst und war bei vielen Japanern als die Lokomotive nach dem Zweiten Weltkrieg in Erinnerung.

1957 (Showa 32) war das Geburtsjahr der Moha Klasse 90 (später Baureihe 101) auch als "New Performance-Train" genannt. Die Klasse Moha 90 wartete mit neuen Innovationen, wie z.B. den Kardanwellen-Antriebsmechanismus auf. Im darauf folgenden Jahr erschien die "Kodama“  (anfänglich Serie 20 später Serie 151 und 181) als „Limited Express Train“ und die Baureihen der Serie 91 (später Baureihe 153) beide waren ebenfalls mit Kardan-Antriebsmechanismen versehen. Dies war zugleich der Startschuss für Japans Eisenbahn in das Zeitalter der „High-speed“ Züge. Es war im Jahre 1962 (Showa 37) als die Serie 111, ein neuer Performance Zug für den Personen-Mittelstrecken-Fernverkehr das Licht der Welt erblickte. Dies bedeute gleichzeitig das Aus für die veralteten Züge, welche im Personenverkehr eingesetzt waren, bei gleichzeitiger Verbesserung des Passagier Komforts und erhöhten Fahrgeschwindigkeiten durch die neue Serie 111.

Im Jahre 1973 (Showa 48) nahm durch die Serie 381 schlagartig die Verbesserungen der Beschleunigung und Kurvengeschwindigkeit durch die neue Neigetechnik zu. Diese Entwicklung hat weitgehend zur Verbesserung der Fahreigenschaften in kurvigen und hügligen Strecken beigetragen. High-Speed-Tests mit der Serie 381 wurden im Jahr 1984 (Showa 59) und im darauf folgenden Jahr durchgeführt. Während einer Testfahrt im Jahr 1985 (Showa 60) erreichte ein Zug der Serie 381 eine Geschwindigkeit von 179,5 km/h.

Die aktuelle Höchstgeschwindigkeit auf konventionellen Strecken von 160 km/h ist nur möglich, wenn die Bahnstrecken so gerade wie möglich gehalten werden, ähnlich wie bei den Shinkansen Linien. Zudem werden Bahnübergänge durch Überführungen gemieden. Dieser High-Speed- Betrieb, hat viel know-how vom Tokaido Shinkansen übernommen.

 

Klasse EF58 Elektro Lokomotive

   
 Einleitung  Diese Elektro Lokomotive wurde für Personenzüge
 eingesetzt. 172 EF58 wurden hergestellt. Sie stellte den
 neuen stromlinienförmigen Body vor und wurde als Super
 Express Zug eingesetzt.  Dieser Zug erhielt einen EL Stern.
 Der Tsubame und Hato wurden von einer Lok des Typs
 EF58 gezogen nachdem die Tokaido Strecke durchgängig
 elektrifiziert war.
 Typ  EF58 157
 Hersteller  Mitsubishi Electric (derzeit Mitsubishi Heavy Industries)
 Jahr  1958 (Showa 33)
 Länge  19,900m
 Gewicht  115,0t
 Höchstgeschwindigkeit  100 km/h
   

 

Bilder der EF58 Elektro Lokomotive

 

Klasse Kuha 111 elektrischer Triebwagen

   
 Einleitung  Dieser Zug war einer der "new performance electric railcar
 group". Die neue Performance des neuen Triebwagens
 machte weniger Lärm und war mit einem Kardan Antrieb
 ausgestattet. Dieser Zug war im städtischen Verkehr
 eingesetzt und wurde 1962 in Betrieb genommen.
 Typ  Kuha 111-1
 Hersteller  Nippon Sharyo
 Jahr  1962 (Showa 37)
 Länge  20,000m
 Gewicht  29,6t
 Höchstgeschwindigkeit  100 km/h
 Kapazität  116 Passagiere
   

 

Bilder Kuha 111

 

Klasse Kiha 82 Diesel Triebwagen

   
 Einleitung  Dies war der führende Wagen der Serie Kiha 82 Super
 Express Diesel Car. Er war zuverlässig und komfortabel
 und wurde auf nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt.
 Das durchdachte Design des Zuges beeinflusste viele
 Züge in Japan.
 Typ  Kiha 82 73
 Hersteller  Nippon Sharyo
 Jahr  1965 (Showa 40)
 Länge  21,100m
 Gewicht  43,9t
 Höchstgeschwindigkeit  100 km/h
 Kapazität  52 Passagiere
   

 

Bilder Kiha 82

 

Klasse Kiha 181 Diesel Triebwagen

   
 Einleitung  Dies war der führende Wagen der Serie Kiha 181 Super
 Express Diesel Car. 158 Wagen wurden produziert. Er war
 mit einem neuen 500 PS Motor ausgestattet, welcher
 ihm auch hohe Geschwindigkeiten in bergigen Regionen
 Japans ermöglichte. Dieser Wagen veränderte das Bild
 von Super Express Diesel Zügen in den Bergregionen. Er
 debütierte als Shinano Super Express und verkehrte
 überall in Japan, ausgenommen Hokkaido.
 Typ  Kiha 181-1
 Hersteller  Fuji Heavy Industries
 Jahr  1965 (Showa 40)
 Länge  21,300m
 Gewicht  44,6t
 Höchstgeschwindigkeit  120 km/h
 Kapazität  52 Passagiere
   

 

Bilder Kiha 181

 

Klasse Kuha 381 elektrischer Triebwagen

   
 Einleitung  Der Kuha 381 war der erste Super Express Elektro Car
 welcher mit einer Neigetechnik ausgestattet war. Damit
 war es möglich höhere Kurvengeschwindigkeiten zu
 fahren. Er wurde 1973 als Shinano Super Express in
 Betrieb genommen und pendelte zwischen Nagoya und
 Nagano. Er konnte Kurven mit 25 km/h schneller
 durchfahren als bisherige Züge.
 Typ  Kuha 381-1
 Hersteller  Kawasaki Heavy Industries
 Jahr  1973 (Showa 48)
 Länge  21,300m
 Gewicht  34,0t
 Höchstgeschwindigkeit  120 km/h
 Kapazität  60 Passagiere
   

 

Bilder Kuha 381

 

Klasse Kuha 381 Panorama Wagen

   
 Einleitung  Die Ausführung des Kuha 381-11 wurde "Panorama
 Wagen" genannt. Einige Mittelwagen der Baureihe 381
 wurden in Triebwagen umgebaut mit einer weitaus
 besseren Rundumsicht um den Shinano Express
 populärer zu machen.
 Typ  Kuha 381-11
 Hersteller  Kawasaki Heavy Industries
 Jahr  1974 (Showa 48), Umbau 1988 (Showa 63)
 Länge  22,105m
 Gewicht  38,0t
 Höchstgeschwindigkeit  120 km/h
 Kapazität  44 Passagiere
   

 

Bilder Kuha 381 Panorama Wagen