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Toji Tempel in Kyoto

Japan ist eine parlamentarische Monarchie

Bei der parlamentarischen Monarchie besteht für den Monarchen (Kaiser Akihito), im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie, nicht die Möglichkeit die Regierung abzusetzen. Er übt in der Regel wenig Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus. Diese wird vom Parlament und der Regierung geführt. Daher kommen dem Monarchen zumeist nur noch repräsentative Aufgaben zu.


Kaiser Akihito ( * 23. Dezember 1933) bestieg am 7. Januar 1989 den japanischen Chrysanthementhron und wurde am 12. November 1990 offiziell zum 125.  Tenno von Japan ausgerufen.

Akihito hat seiner Regierungszeit den Namen Heisei (Frieden überall) gegeben.

Akihito ist das vierte Kind und der älteste Sohn von Kaiser Hirohito (1901–1989) und Kaiserin Kojun (1903-2000).

Sein voller Name in der Kindheit lautete Tsugu-no-miya Akihito und sein Adelstitel war Prinz Tsugo.

Während der Bombardierungen Tokios durch die US-Amerikaner wurden Akihito und sein Bruder Prinz Masahito evakuiert. Eine US-amerikanische Privatlehrerin, Elizabeth Gray Vining (1902-1999), brachte dem Prinzen während der Besatzungszeit die englische Sprache und westliche Kultur näher. 1952 wurde er offiziell zum Kronprinzen und Erben des Chrysanthementhrons ernannt, wenngleich dieser Werdegang bereits bei seiner Geburt festgelegt worden war. 1953 vertrat der Kronprinz bei der Krönung der britischen Königin Elisabeth II. das japanische Kaiserhaus. Akihito ist der erste japanische Kaiser, der studiert hat. Er hat jedoch keinen akademischen Abschluss erlangt. Neben Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft befasste er sich an der GakushÅ«in-Universität im Fachbereich Meeresbiologie mit dem Spezialgebiet Ichthyologie. 

Akihito zeichnet sich persönlich durch große Zurückhaltung und ein sehr bescheidenes Auftreten aus. Er ist seit 1959 mit der Kaiserin Michiko (geb. Shoda Michiko) verheiratet. Diese weist eine bürgerliche Herkunft aus.  Die Vermählung des damaligen Kronprinzen mit der christlich erzogenen Tochter eines wohlhabenden japanischen Geschäftsmannes war ein Bruch mit einer 2600-jährigen Tradition. Akihito hatte sie gegen den Widerstand des Hofamtes durchgesetzt.